Handaufbau von Kerzenständern in Sgraffito-Technik mit Rabea Pie (06. + 07. November)

89,00 €

Die ersten archäologischen Funde von Kerzenhaltern aus Ton und Stein stammen aus den Jahrhunderten 2500 - 2000 v.Chr, die für frühe Lichter (in Talg und Wachs getränkte Dochte) genutzt wurden. Feuer war bis dato das einzige Mittel um Licht und Wärme zu erzeugen. Im ersten Jahrtausend v. Chr. wurden Kerzenständer aus Bronze gegossen und zählten aufgrund des teuren Werkstoffs als Statussymbol für Wohlhabende. Nach der Industrialisierung entwickelte sich die Beleuchtung mithilfe von Brennstoffe wie Gas und Petroleum. Durch diese neuen Möglichkeiten veränderte sich die Herstellung von Lichtquellen.
Seit der Einführung von elektrischem Licht ist Feuer keine Notwendigkeit mehr und gilt in der heutigen Zeit als etwas, das Stimmung erzeugt und Atmosphäre schafft; wie ein Kunstwerk, eine Skulptur oder Dekor. 

Es ist ein Privileg, geschaffen durch die Zeit und Entwicklung unserer Vorfahren und deren Arbeit, dass wir heute „nur“ ein dekoratives Objekt sehen, wenn wir auf Kerzenhalter oder Skulpturen schauen.
Diese waren vor unserer Zeit wichtige Bausteine für Entwicklung. Skulpturen galten als Wahrzeichen für Religion, Veränderung, Erinnerung, Politik und das Ehren von Personen. Heute können wir mit dem Privileg und gesammeltem Wissen anderer die Möglichkeiten nutzen, uns frei auszudrücken, Fähigkeiten anzueignen, zu lernen, zu experimentieren; ohne von Grund auf neu anfangen zu müssen tragen wir alle das kulturelle Erbe von vielen Erfindern in uns weiter. Kunstwerke haben wie Kerzenhalter in der heutigen Zeit für viele keine Notwendigkeit mehr, sind nicht überlebenswichtig und doch tragen beide etwas Tieferes in sich: Das Erschaffen und Gestalten von Skulpturen wie Kerzenhaltern sind eine Erinnerung an diejenigen Vorfahren, die zu unserer Entwicklung beigesteuert haben.Sie gelten als Zeichen, dass wir die Anfänge nicht vergessen, uns weiterentwickeln und angefügt an das Alte neues erschaffen, wie bereits all jene Erfinder es damals taten. 

In dieser Kurseinheit und in der Bildhauerei geht es nicht um Perfektion, es geht um die Schulung von Intuition und Motorik, das Gespürfinden, Ausprobieren und im Schaffen Wege und Lösungen zu finden. Wie auch die oben genannten Erfinder durch das Trial-and-Error-Prinzip (auf Deutsch: "Versuch und Irrtum") auf neue Erkenntnisse gestoßen sind, Wege gefunden und Herausforderungen angenommen haben. 
Diese Einstellung versuchen wir im kleineren Kontext zu verkörpern und werden mit Engobe und Ton, welche beide bereits altertümliche Mittel sind, etwas Neues erschaffen und hierfür in unterschiedlichen Abstraktionsgraden arbeiten. Im individuellen Prozess des Aufbaus fließt in deinen Kerzenständer eine Geschichte von deinem Ausdruck, deiner Imagination, deinen Versuchen, Experimenten, Entdeckungen und der Freude am Schaffen.

Über die Künstlerin

Rabea Pie, gebürtige Rabea Pieczurczyk, begann ihren Werdegang 2014 als freischaffende multidisziplinäre Künstlerin. Seit 2023 lebt und arbeitet sie in Kandern. 2015-2019 studierte sie visuelle Kommunikation an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sie nahm seither an einer Vielzahl von Gruppen- und Einzelausstellungen teil. Neben ihrem Ursprung in der Malerei und Bildhauerei eignete sie sich das Arbeiten mit einer Vielzahl von Medien an und bezieht die im Studium gesammelte Kenntnisse aus Typografie, Druck, Illustration, Grafikdesign, digitalen Medien, Werbung u.w. in ihre Arbeitsprozesse ein. 
Neben dem Kunstschaffen hat sie sich ergänzend 2018 auf Papierschöpfen und Kunsthandwerk spezialisiert. Mit diesen Gebieten nahm sie an einer Vielzahl von Messen und Märkten teil. 

Ihre Arbeit ist geprägt von einem vielschichtigen Interesse, welches kaum ein Medium ausschließt. 
In ihrer Kunstpraxis, als auch im Kunsthandwerk arbeitet sie häufig skulptural. Begonnen haben ihre ersten bildhauerischen Ansätze mit Ton im Jahr 2016, sie modellierte figurative, semiabstrakte bis abstrakte Skulpturen, Kerzenständer, Lampen, Schreine und weitere Kunst- und Kunsthandwerksgegenstände aus Ton, von diesem Fundament ausgehend fokussiert sie sich in ihren derzeitigen Werken auf Reliefs und Skulpturen aus Papierpulpe und profitiert für diese von den versierten Kenntnissen, die sie mit Ton über die Jahre gesammelt hat. Hier geht es zu ihrer Webseite.

Unser Programm

Freitag - Einführung, skulpturale Grundlagen und Handaufbau: Am Freitag beginnen wir die Kurseinheit mit den Grundlagen der Kleinformat-Bildhauerei in unterschiedlichen Abstraktionsgraden. Im Einstieg skizzieren wir einen groben Entwurf, legen deinen Entwurf fest und entscheiden, mit welcher Methode du deinen Handaufbau umsetzen kannst. Im Anschluss lernst du die verschiedenen Werkzeuge und deren Funktionen und Auswirkung auf den Ton kennen. Bevor du dein Werkstück beginnst, durchlaufen wir gemeinsam die essenzielle Aufbereitung von Ton vor dem plastischen Arbeiten (Keilen) und Methoden wie die Plattentechnik, die Daumendrucktechnik, das Aushöhlen aus dem Vollblock, das Herstellen / Verarbeiten von Schlicker und Modulares Bauen. Diese Einweisung wird dir helfen die erlangten Kenntnisse auf deinen Kerzenständer zu übertragen und diesen professionell anzufertigen. Im Anschluss zu den genannten Grundlagen geht das Modellieren deines Kerzenständers los.

Samstag - Feinschliff & Engobe-Sgraffito-Technik: Am Samstag werden Ergänzungen für die Formgebung deines Objektes, sowie fachgerechtes Aushöhlen und letztes Abdrehen der vollplastischen Figuren umgesetzt. Zum Abschluss lernst du die Sgraffito-Technik und das Arbeiten mit Engoben kennen. Sobald dein Werk fertig ist, darfst du entscheiden, ob dieses von Studio Hatu transparent glänzend glasiert, oder nach dem Schrühbrand matt bleiben soll. 

Was du bitte mitbringst:

  • Ein Notizbuch, oder Block für deine Skizzen, Ideen und Brainstorming. Bring gerne deine gesammelten Inspirationen mit.

  • Erfahrung im Umgang mit Ton, als auch feinmotorisches Geschick sind von Vorteil.

  • Eine Schürze, falls du deine Kleidung ein wenig schützen möchtest.

  • Ein eigenes Handtuch.

Freitag 06.11. von 18:00 bis 21:30 Uhr

Samstag 07.11. von 15:00 bis 19:30 Uhr

Preis pro Person: 89€ (inkl. MwSt.) inkl. Material + Brand

Mindestteilnehmerzahl: 4

*Abgebildeter Kerzenständer von Studio HATU

Die ersten archäologischen Funde von Kerzenhaltern aus Ton und Stein stammen aus den Jahrhunderten 2500 - 2000 v.Chr, die für frühe Lichter (in Talg und Wachs getränkte Dochte) genutzt wurden. Feuer war bis dato das einzige Mittel um Licht und Wärme zu erzeugen. Im ersten Jahrtausend v. Chr. wurden Kerzenständer aus Bronze gegossen und zählten aufgrund des teuren Werkstoffs als Statussymbol für Wohlhabende. Nach der Industrialisierung entwickelte sich die Beleuchtung mithilfe von Brennstoffe wie Gas und Petroleum. Durch diese neuen Möglichkeiten veränderte sich die Herstellung von Lichtquellen.
Seit der Einführung von elektrischem Licht ist Feuer keine Notwendigkeit mehr und gilt in der heutigen Zeit als etwas, das Stimmung erzeugt und Atmosphäre schafft; wie ein Kunstwerk, eine Skulptur oder Dekor. 

Es ist ein Privileg, geschaffen durch die Zeit und Entwicklung unserer Vorfahren und deren Arbeit, dass wir heute „nur“ ein dekoratives Objekt sehen, wenn wir auf Kerzenhalter oder Skulpturen schauen.
Diese waren vor unserer Zeit wichtige Bausteine für Entwicklung. Skulpturen galten als Wahrzeichen für Religion, Veränderung, Erinnerung, Politik und das Ehren von Personen. Heute können wir mit dem Privileg und gesammeltem Wissen anderer die Möglichkeiten nutzen, uns frei auszudrücken, Fähigkeiten anzueignen, zu lernen, zu experimentieren; ohne von Grund auf neu anfangen zu müssen tragen wir alle das kulturelle Erbe von vielen Erfindern in uns weiter. Kunstwerke haben wie Kerzenhalter in der heutigen Zeit für viele keine Notwendigkeit mehr, sind nicht überlebenswichtig und doch tragen beide etwas Tieferes in sich: Das Erschaffen und Gestalten von Skulpturen wie Kerzenhaltern sind eine Erinnerung an diejenigen Vorfahren, die zu unserer Entwicklung beigesteuert haben.Sie gelten als Zeichen, dass wir die Anfänge nicht vergessen, uns weiterentwickeln und angefügt an das Alte neues erschaffen, wie bereits all jene Erfinder es damals taten. 

In dieser Kurseinheit und in der Bildhauerei geht es nicht um Perfektion, es geht um die Schulung von Intuition und Motorik, das Gespürfinden, Ausprobieren und im Schaffen Wege und Lösungen zu finden. Wie auch die oben genannten Erfinder durch das Trial-and-Error-Prinzip (auf Deutsch: "Versuch und Irrtum") auf neue Erkenntnisse gestoßen sind, Wege gefunden und Herausforderungen angenommen haben. 
Diese Einstellung versuchen wir im kleineren Kontext zu verkörpern und werden mit Engobe und Ton, welche beide bereits altertümliche Mittel sind, etwas Neues erschaffen und hierfür in unterschiedlichen Abstraktionsgraden arbeiten. Im individuellen Prozess des Aufbaus fließt in deinen Kerzenständer eine Geschichte von deinem Ausdruck, deiner Imagination, deinen Versuchen, Experimenten, Entdeckungen und der Freude am Schaffen.

Über die Künstlerin

Rabea Pie, gebürtige Rabea Pieczurczyk, begann ihren Werdegang 2014 als freischaffende multidisziplinäre Künstlerin. Seit 2023 lebt und arbeitet sie in Kandern. 2015-2019 studierte sie visuelle Kommunikation an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sie nahm seither an einer Vielzahl von Gruppen- und Einzelausstellungen teil. Neben ihrem Ursprung in der Malerei und Bildhauerei eignete sie sich das Arbeiten mit einer Vielzahl von Medien an und bezieht die im Studium gesammelte Kenntnisse aus Typografie, Druck, Illustration, Grafikdesign, digitalen Medien, Werbung u.w. in ihre Arbeitsprozesse ein. 
Neben dem Kunstschaffen hat sie sich ergänzend 2018 auf Papierschöpfen und Kunsthandwerk spezialisiert. Mit diesen Gebieten nahm sie an einer Vielzahl von Messen und Märkten teil. 

Ihre Arbeit ist geprägt von einem vielschichtigen Interesse, welches kaum ein Medium ausschließt. 
In ihrer Kunstpraxis, als auch im Kunsthandwerk arbeitet sie häufig skulptural. Begonnen haben ihre ersten bildhauerischen Ansätze mit Ton im Jahr 2016, sie modellierte figurative, semiabstrakte bis abstrakte Skulpturen, Kerzenständer, Lampen, Schreine und weitere Kunst- und Kunsthandwerksgegenstände aus Ton, von diesem Fundament ausgehend fokussiert sie sich in ihren derzeitigen Werken auf Reliefs und Skulpturen aus Papierpulpe und profitiert für diese von den versierten Kenntnissen, die sie mit Ton über die Jahre gesammelt hat. Hier geht es zu ihrer Webseite.

Unser Programm

Freitag - Einführung, skulpturale Grundlagen und Handaufbau: Am Freitag beginnen wir die Kurseinheit mit den Grundlagen der Kleinformat-Bildhauerei in unterschiedlichen Abstraktionsgraden. Im Einstieg skizzieren wir einen groben Entwurf, legen deinen Entwurf fest und entscheiden, mit welcher Methode du deinen Handaufbau umsetzen kannst. Im Anschluss lernst du die verschiedenen Werkzeuge und deren Funktionen und Auswirkung auf den Ton kennen. Bevor du dein Werkstück beginnst, durchlaufen wir gemeinsam die essenzielle Aufbereitung von Ton vor dem plastischen Arbeiten (Keilen) und Methoden wie die Plattentechnik, die Daumendrucktechnik, das Aushöhlen aus dem Vollblock, das Herstellen / Verarbeiten von Schlicker und Modulares Bauen. Diese Einweisung wird dir helfen die erlangten Kenntnisse auf deinen Kerzenständer zu übertragen und diesen professionell anzufertigen. Im Anschluss zu den genannten Grundlagen geht das Modellieren deines Kerzenständers los.

Samstag - Feinschliff & Engobe-Sgraffito-Technik: Am Samstag werden Ergänzungen für die Formgebung deines Objektes, sowie fachgerechtes Aushöhlen und letztes Abdrehen der vollplastischen Figuren umgesetzt. Zum Abschluss lernst du die Sgraffito-Technik und das Arbeiten mit Engoben kennen. Sobald dein Werk fertig ist, darfst du entscheiden, ob dieses von Studio Hatu transparent glänzend glasiert, oder nach dem Schrühbrand matt bleiben soll. 

Was du bitte mitbringst:

  • Ein Notizbuch, oder Block für deine Skizzen, Ideen und Brainstorming. Bring gerne deine gesammelten Inspirationen mit.

  • Erfahrung im Umgang mit Ton, als auch feinmotorisches Geschick sind von Vorteil.

  • Eine Schürze, falls du deine Kleidung ein wenig schützen möchtest.

  • Ein eigenes Handtuch.

Freitag 06.11. von 18:00 bis 21:30 Uhr

Samstag 07.11. von 15:00 bis 19:30 Uhr

Preis pro Person: 89€ (inkl. MwSt.) inkl. Material + Brand

Mindestteilnehmerzahl: 4

*Abgebildeter Kerzenständer von Studio HATU

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Für wen ist dieser Kurs geeignet?

Dieser Kurs ist sowohl für Anfänger als auch für Teilnehmer mit Erfahrung im Umgang mit Ton geeignet.

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